Auslandsfirma in Dubai gründen

Möchte man seinen Wohnsitz nach Dubai verlegen und will dauerhaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten leben, benötigt man eine Aufenthaltsgenehmigung. Es gibt mehrere Möglichkeiten eine solche Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Möglich ist dies beispielsweise über die Immobilienroute, wer eine Immobilie für mindestens 1.000.000 AED kauft und noch weitere Voraussetzungen erfüllt, kann eine Aufenthaltsgenehmigung für zwei Jahre erhalten, die immer wieder verlängert werden kann.

 

Eine weitere Option eine derartige Genehmigung zu erhalten, besteht durch eine Firmengründung in Dubai. Wer eine Firma in Dubai gründet, hat hierdurch viele Vorteile, daher wählen viele Personen, die in Dubai leben wollen diesen Weg. In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es zahlreiche Freihandelszonen, die meisten davon gibt es in Dubai. In diesen Zonen bietet sich die Gründung einer Auslandsfirma an, denn sie wurden speziell von der Regierung eingerichtet, um ausländischen Investoren in das Land zu locken. Außerhalb der Freihandelszonen können Ausländer eine Firma nicht alleine besitzen, es müssen immer 51 Prozent im Besitz eines inländischen Sponsors sein. Die Gründung einer Auslandsfirma in einer Freihandelszone ermöglicht ausländischen Unternehmern den vollständigen Besitz einer Firma, für die Gründung wird demnach kein inländischer Investor mehr benötigt.

 

Der erste Schritt für den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis durch die Gründung einer Firma besteht darin eine Freihandelszonenlizenz zu beantragen, um die Gründung einer Firma in Dubai in die Tat umzusetzen. Bei dieser Art der Beschaffung einer Aufenthaltsgenehmigung für die Vereinigten Arabischen Emirate dient das gegründete Unternehmen als Sponsor. Bevor man den Plan eine Auslandsfirma umsetzten kann, sollte man sich im Vorfeld überlegen welche Freihandelszone für eine Firmengründung geeignet ist, denn die meisten Zonen sind auf einen Schwerpunkt der Dienstleistungs- oder Industriebranche ausgerichtet, einige Zonen sind eher neutral und stehen allen Unternehmen offen. Die Gründung einer Auslandsfirma in Dubai bietet sich in einer dieser allgemeinen Zonen an, wenn man nicht tatsächlich aktiv wirtschaften möchte, denn in diesen Freihandelszonen gibt es meist kleinere und flexiblere Büroflächen.

 

In Bezug auf die Gründung von ausländischen Firmen in Dubai gibt es einige Voraussetzungen, die man erfüllen muss. Diese sind unabhängig davon in welcher Freihandelszone man ein Unternehmen gründen will und ob man dies alleine oder mit anderen Aktionären tun möchte. Wer das Vorhaben Firmengründung in Dubai realisieren möchte, benötigt neben einem Kurzporträt auch eine Kopie seines Reisepasses, wie auch eine Kopie des Passes des Geschäftsführers. Gründet man die Firma alleine entfällt dieser Punkt. Zudem ist ein Bestätigungsschreiben der Bank erforderlich, bei dem man ein Unternehmenskonto eröffnet hat, darüber hinaus sollte die Bank auch ein Referenzschreiben ausstellen. Für eine Auslandsfirma in Dubai benötigt man zusätzlich einen Vorstandsbeschluss, ein vollständiges Antragsformular für eine Freihandelszone und den Nachweis der Einzahlung des Aktienkapitals. Dieses ist abhängig von der gewählten Rechtsform des Unternehmens, wie von auch der Wahl der Freihandelszone. Je nach geplanter Aktivität des Unternehmens wird auch ein Geschäftsplan oder ein entsprechendes Diplom benötigt. Dies sind die wichtigsten Dokumente, die für die Gründung einer Gesellschaft in Dubai vorliegen müssen, die Behörden vor Ort können jedoch auch noch weitere Unterlagen anfordern. Man sollte beachten, dass alle erforderlichen Dokumente in arabischer oder alternativ in englischer Sprache vorliegen müssen und/oder durch eine Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate beglaubigt sein müssen.

 

Die Gründung einer ausländischen Firma in Dubai nimmt meist nicht allzu viel Zeit in Anspruch, sodass man sich relativ schnell um die Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung kümmern kann. In der Regel besitzt eine Aufenthaltserlaubnis für die Vereinigten Arabischen Emirate eine Gültigkeit von 36 Monaten, sie muss daher immer wieder erneuert werden. Im Anschluss

 

an die Firmengründung und der Beantragung der persönlichen Aufenthaltserlaubnis, kann man auch für seine Familie Genehmigungen beantragen, damit auch diese dauerhaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten leben kann (mehr Infos dazu in unserem Beitrag "Tax Residence Dubai"). Als Unternehmer fungiert man so quasi als Sponsor für die restlichen Familienangehörigen, wie den Ehepartner und die minderjährigen Kinder. Auch wenn man durch eine Firmengründung in Dubai eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten hat, sollte man beachten, dass man sich mindestens einen Tag in sechs Monaten in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten muss, um diese Genehmigung nicht zu verlieren.